Asyl ist Menschenrecht

GR Harald Rechberger, VP-Integrationsreferent der Stadt

GR Harald Rechberger, VP-Integrationsreferent der Stadt

In vier Monaten wird gewählt und da passt es der FPÖ offenbar gut ins Konzept, wenn jetzt bis zu 80 Flüchtlinge in Bruck Obdach gefunden haben. Unterschwellig werden Ängste geschürt und Flüchtlinge in Zusammenhang mit Kriminalität und akuter Bedrohung gebracht.

Grundsätzlich: Auf dem Rücken eines Schutz suchenden Menschen sollte kein Wahlkampf betrieben werden. Wer jetzt  in Österreich Asyl sucht, dürfte genug vom Kampf haben. Ein konstruktiver Zugang zu diesem Thema wäre angebracht.

 Die Volkspartei steht zur Verantwortung Österreichs, verfolgten und durch Krieg entwurzelten Menschen Zuflucht zu gewähren. Dies tut auch die CARITAS, die mit dem ehemaligen Gebäude der BAKIP ein zumindest bedingt geeignetes Gebäude vorübergehend als Notquartier zur Verfügung stellt. Wir sind auch gegen Vorverurteilungen von Menschen, die ihre Heimat verloren haben und auf dieses Menschenrecht „Asyl“ angewiesen sind

Auch wenn die Flüchtlinge nur zeitweilig in Bruck sein werden, ist es unsere Aufgabe, für ein gutes Miteinander zu sorgen. Bedenken in der Bevölkerung sind nicht einfach beiseite zu wischen, dürfen aber auch nicht künstlich zur Angst hochgeschaukelt werden. Die Erfahrung zeigt, dass Ausgrenzung und übermäßige Polizei-Bewachung bei ohnehin Heimatlosen eher Frustration und Aggression fördern.

Sinnstiftende Betreuung

Was wir uns daher vorstellen, ist eine umfassende und professionelle Betreuung der in Bruck untergebrachten Menschen. Dabei steht an erster Stelle, dass sie mit den gängigen Regeln unserer Gesellschaft vertraut gemacht werden. Dann muss für sie die Möglichkeit einer sinnvollen Beschäftigung auch ohne Arbeitserlaubnis gegeben sein. So könnten sie z.B. im Bereich ihrer Unterkunft einfache Tätigkeiten verrichten. Mindestens ebenso wichtig ist, dass sie unsere Sprache lernen können. Auch wenn sie nicht ständig bei uns bleiben, reichen oft schon ein paar Brocken Deutsch aus, um Missverständnisse auszuräumen und einander besser zu verstehen.

Sollten tatsächlich Probleme in punkto Sicherheit auftreten, dann muss diesen auch mit polizeilichen Mitteln begegnet werden. Zum Schutz der Bevölkerung und zum Schutz der Flüchtlinge.