Westbrücke

 Es ist Zeit für die Westbrücke

Seit Jahren sind sich alle Experten einig, dass Bruck eine dritte Murbrücke im Westen der Stadt braucht. Die Siedlungsentwicklung in diesem Bereich (Paulahofsiedlung, Friesen-heim, Oberdorferstraße) erfordert eine direkte Anbindung des Wohngebietes an das übergeordnete Verkehrsnetz (Leobner Straße).

Durch die weitere intensive Wohnbebauung in diesem Gebiet hat die Verkehrsbelastung weiter zugenommen. Ein erheblicher Teil des Verkehrs in die Wohngebiete im Westen, der Schwerverkehr (Zulieferverkehr, LKW-Verkehr zum Wirtschaftshof, Holztransporte) und der Besucherverkehr des Sportzentrums würde nicht mehr durch die engen Straßenzüge im Wohngebiet geführt werden. Das würde eine spürbare Verkehrsentlastung und verbesserte Lebensqualität in diesem Bereich bewirken.

Weniger Verkehr bedeutet auch mehr Sicherheit für die Schulkinder auf ihrem Weg entlang der Knottingerstraße.

Susanne Kaltenegger: „Die Fusion von Bruck und Oberaich rückt dieses Projekt aus der Peripherie in die Mitte der neuen Stadt. Es ist nicht länger ein Projekt auf Brucker Boden zum Vorteil der Oberaicher Bürger, sondern eine Infrastrukturinvestition der Stadt Bruck für ihre Bürger.“

Die Fakten:

Erste Überlegungen in Richtung einer Murbrücke im Westen als Ergebnis  der Verkehrs-erhebungen 1993; diese zeigten, dass zwei Drittel der Fahrten durch die Knottingerstraße/ Stadionstraße nicht ins Zentrum, sondern über die Leobner Brücke nach außen führen.

1995 wurde das Projekt Westbrücke auf Antrag der ÖVP in das Arbeitsprogramm der Stadt aufgenommen. 1998 wurde in einer Standortuntersuchung im Auftrag des Landes der Standort in Verlängerung der E-Werkstraße als für die Verkehrsentlastung am wirksamsten und hinsichtlich der Kosten am niedrigsten im Vergleich zu drei weiteren möglichen Standorten beurteilt. Damals wurden in der Knottingerstraße 4200 Kfz pro Tag gezählt.

Der Realisierung dieses Projektes (Kostenschätzung 1998 rd. 25,4 Mio Schilling) wurde damals keine Priorität eingeräumt, da die Verbesserung der innerstädtischen Verkehrs-situation, die Neugestaltung des Hauptplatzes mit der Parkgarage und andere Investitions-vorhaben im Zuge der Landesausstellung als vordringlicher beurteilt wurden. Jedoch wurden im STEK/Flächenwidmungsplan die Flächen für die erforderliche Trasse bis heute frei gehalten.

Nach der Eröffnung des Hofer-Marktes Unterschriftenaktion für die Errichtung eines Fußgeher-/Radfahrerstegs an diesem Standort; 635 Unterschriften wurden Bgm. Rosenberger überreicht (Mai 2009).

Antrag der Volkspartei  im Gemeinderat am 19. 11.2009 auf Beginn der Detailplanung und Aufnahme der Planungskosten in den Voranschlag 2010; von der SPÖ-Mehrheit abgelehnt.

Gegenargumente des Bürgermeisters damals: Zerschneidung (= Zerstörung) des Sport-und Freizeitparadieses Murinsel durch Schwerverkehr, keine dringende verkehrstechnische Notwendigkeit; inoffiziell: Bruck zahlt und profitieren würden hauptsächlich die Oberaicher.

Unsere Bewertung: Durch die Fusion ist das Projekt aus der Peripherie geografisch in die Mitte der neuen Stadt gerückt und die Umsetzung in unserer alleinigen Verantwortung. Die sachlichen Voraussetzungen sind unverändert, die Notwendigkeit ist unbestritten. Die wichtigen Großinvestitionen in der Innenstadt und bei der Umfahrung sind getätigt.

Jetzt muss die Westbrücke drankommen!